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kulturklub HH

Im Nachhinein fragt man sich, warum nicht schon längst jemand auf die Idee gekommen ist, ein derartiges Forum zu gründen. Ein zwangloser Treffpunkt in angenehmer Atmosphäre als Sparten übergreifender Kontaktpool zwischen Künstlern und Kulturvermittlern, Produzenten, Investoren und Politikern, Etablierten und Newcomern - kurz: all jenen, die sich in und um Hamburg der Kultur verschrieben haben, hat an der Elbe einfach gefehlt. Das zeigt schon das enorme Echo, das der vor einem Jahr installierte „kulturklub HH “ in der Hansestadt findet. Als sich die neue Kultursenatorin Karin von Welck hier jüngst vorstellte, war stellenweise kein Durchkommen mehr. Dabei legen die Gastgeber großen Wert auf handverlesenes Publikum: 500 Adressen umfasst die „sorgfältig gepflegte“ Gästeliste derzeit, Einlasskontrollen sind obligatorisch.

Es gibt Zeiten, da liegen bestimmte Ideen einfach in der Luft: Im Herbst 2002 reifte das neue Netzwerk in zwei Städten fast gleichzeitig heran. Berlin war Hamburg allerdings eine Nasenlänge voraus: Hier hatte der Ex-Hamburger Manfred Eichel, ehemals Chef des N3-Magazins „Kultur aktuell“ und nunmehr Professor an der Uni Berlin, gemeinsam mit Burkard Held, Vize-Präsident und Dekan der Fakultät Bildende Kunst, gerade den „UdK Club“ als Forum für Politiker, Wirtschaftsleute, Journalisten und Künstler gegründet, als der Hamburger Kunstagent Claus Friede überlegte, wie man die (verpuffende) Energie privater Kultursalons sinnvoll bündeln könne. Und nun kommt eine Person ins Spiel, die im Hintergrund die Fäden zog: Poldi Eidenhammer, gemeinsamer Freund von Friede und Eichel, Jazz-Experte, Szenewirt und Kulturvermittler, brachte die beiden an einen Tisch und spielt somit eine wesentliche Rolle als Taufpate des Hamburger Klubs. Die Gastgeberrolle überließ er den Freunden, die sich zur Verstärkung noch Berlinale-Chef Dieter Kosslick (als ehemaliger Chef der Film Fonds auch ein Ex-Hamburger) und Hans-Juergen Fink, Feuilleton-Chef des Hamburger Abendblatts, ins Boot holten. Ohne Frage ein starkes, schlagkräftiges Team. Sieben Mal luden die vier „Kulturmusketiere“ bislang zu ihren Veranstaltungen in die Räume der Neuen Flora. Zu höchst anregenden Abenden, die von einer Ausstellung flankiert werden und mit dem Vortrag eines Kulturschaffenden zu einem aktuellen Thema starten. „HafenCity - Kultur vergessen in der Eile?“ fragte beispielsweise Architekt Jörg Friedrich und stellte planerische und politische Versäumnisse rund um Hamburgs neuen Stadtteil an den Pranger. Kunsthallen-Direktor Uwe M. Schneede sah die „Hamburger Kultur in der Klemme“ und unmittelbar vor der Wahl diskutierte der neue Deichtorhallen-Chef Robert Fleck, mit Eva Hubert (FilmFörderung Hamburg), Peter James (GermanSounds AG) und Thalia-Intendant Ulrich Khuon über Erwartungen an die kommende Regierung. Ganz klar: Wer neu in die Stadt kommt, wer was bewegt oder bewegen will, der wird sich künftig im „kulturklub HH “ vorstellen. Er hat zwar noch nicht die Tradition, aber sicherlich bald das Renommee, um als kulturelles Pendant des traditionellen Übersee-Clubs (vereint Wirtschaft und Wissenschaft) in der Hansestadt zu bestehen. Denn hier wird nicht nur über Kultur geredet. Hier wird sie auch gemacht.

Isabelle Hofmann, Juni 2004
(veröffentlicht im Informationsdient Kunst, Juli 2004)

 

Weitere Erwähnungen:

2004 | Hamburger Abendblatt, Hamburg Jahrbuch 2004, Axel-Springer-Verlag, Hamburg, S. 58
2006 | Eichel, Manfred / Rauhe, Hermann: "Nur wer selbst brennt, kann andere entzünden", Murmann-Verlag, Hamburg, S. 8
2006 | Hamburger Abendblatt, 31. Oktober 2006, S. 7
2007 | Hofmann, Isabelle: "Kiritik am Wettbewerb der Geldgeber", Kieler Nachrichten, 06. März 2007, S. 19

 
 
 
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